Die Leitlinien zur kulturellen Mediation für Pädagoginnen und Moderatorinnen sind das wichtigste Ergebnis des Erasmus+ Projekts MeWell (Mediation for Wellbeing) – einer länderübergreifenden Zusammenarbeit von Kulturorganisationen aus Litauen, Österreich und Malta. Diese Initiative ist eine Antwort auf wachsende gesellschaftliche Herausforderungen wie die demografische Alterung, kulturelle Entfremdung und soziale Fragmentierung, insbesondere bei Erwachsenen ab 50 Jahren. Sie positioniert kulturelle Mediation sowohl als Methodik als auch als Wertesystem, um ältere Menschen in kulturelle Aktivitäten einzubeziehen, die Wohlbefinden, Inklusion und lebenslanges Lernen fördern.
Kulturelle Mediation wird hier nicht als feststehende Technik dargestellt, sondern als dynamische, relationale und demokratische Praxis, die emotionale Resonanz, persönliche Reflexion und gemeinsame Sinnstiftung fördert. Diese Leitlinien bieten praktische Instrumente, Fallstudien und theoretische Grundlagen, die Pädagoginnen, Mediatorinnen, Künstlerinnen, Institutionen, politische Entscheidungsträgerinnen oder Community-Moderatorinnen dabei unterstützen, ihre kulturellen Räume inklusiver, reflexiver und sozial relevanter zu gestalten.
